2. Pro und Contra eines Familienhundes

Der beste Freund des Kindes oder „Mama, ich will einen Hund!“ Oh, wenn das in unserem stressigen und schnelllebigen Alltag, mit einer wachsenden Menschen- und Hundedichte, doch alles so einfach wäre. In Gedanken ist es sooooooo schön einen Hund zu haben. Ich selbst habe als Kind sehr darunter gelitten, keinen vierbeinigen Freund zu bekommen.


Erst einmal, was ein Hund nicht kann:

- erwachsen und selbständig werden.

- länger als sechs Stunden am Tag alleine bleiben. Manche Hunde lernen es NIE.

- sich selbst erziehen. Erfahrungsgemäß dauert es ca. 1 ½ Jahre, bis Hund und Mensch die „gleiche“ Sprache sprechen und ein Team bilden.

- ein Hund sagt nicht: „Oh jetzt regnet es oder oh jetzt sind die Kinder krank, ich verkneife mir mein Geschäft und die körperliche und geistige Auslastung.“

- Hundekonflikten aus dem Weg gehen. Er hat zum Teil tiefgreifende Feindschaften.

- seine Charakter- und Zuchteigenschaften ablegen. Ein Retriever kann dazu neigen jeden Menschen freundlich zu begrüßen und anzuspringen, wohingegen der Schäferhund fremde Personen auf Abstand halten will. Das eine ärgert fremde Menschen, da sie dreckige Kleidung bekommen, das andere wird als nicht sozialkompatibel abgetan.

- sich bei Matschwetter abtrocknen und kämmen. Haare, sie sind überall.

- ins Hallenbad oder Museum mitgehen.

- auf die Skipiste mitkommen.

- in einigen Ländern mit in die Gaststätte kommen.

- zu jederzeit an den Strand gehen.


Ein Hund kann das Leben einer Familie wirklich einschränken und auch sehr viel Geld kosten. Zudem sind Konflikte in der Familie und unter anderen Hundebesitzern nicht untypisch. Und wie bei der Kindeerziehung: JEDER weiß es besser!


Für MICH kann ein Hund allerdings viel viel mehr. Ein Leben ohne Hund gibt es für mich nicht.

- Ich verbringe jede freie Minute mit meinen Hunden im Wald, vergesse den stressigen Alltag und bekomme einen klaren Kopf.

- Ich liebe es meinen Hunden das kleine Ein-Mal-Eins des alltäglichen Lebens beizubringen und vieles darüber hinaus. Meine Hobbys sind meine Hunde (Mantrailing, Dogdance).

- Der Hund bringt totale Struktur in den Alltag. Meine Kinder haben gelernt, mindestens zweimal am Tag, bei jedem Wind und Wetter mit den Hunden und mir spazieren zu gehen.

- Meine Kinder arbeiten z.T. mit den Hunden und sind für die Streicheleinheiten zuständig.

- Mein Mann geht mit unseren Hunden Joggen.

- Ich habe eine zuverlässige Urlaubsbetreuung. I.d.R. planen wir Urlaube mit Hund.

- Rundum, sind unsere Hunde eine Bereicherung und vollwertige Familienmitglieder, jeder hat seine Aufgaben und Bedürfnisse – sowohl Hund als auch Mensch!


Welchen Mehrwert der Hund für jede einzelne Familie hat, ist, wie du siehst, sehr individuell!

Was allerdings allen zukünftigen Familienhundebesitzern klar sein sollte: Ein Elternteil sollte sich zu 100% einen Hund wünschen und die Haupterziehung übernehmen, denn dann gibt es für Kinder und Jugendliche nichts Schöneres als einen vierbeinigen Freund.