3. Die Vorbereitung – das A und O

Die Vorbereitung auf einen Hund ist das A und O. Je mehr du planst und je besser deine Vorstellung über das Zusammenleben mit deinem zukünftigen vierbeinigen Freund ist, umso weniger Enttäuschungen und scheinbar unlösbare Probleme wird es geben. Es geht hier um deine Fähigkeit, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu erkennen, was du selbst deinem Hund aktuell und in Zukunft geben kannst. Ein positiver Nebeneffekt der Selbstreflektion ist, dass du dir eine Hunderasse aussuchen kannst, die in eure Familienstruktur passt. Bei dem Blick in die Zukunft spielen die Erwachsenen eine wichtige Rolle, denn ihr Leben ist langfristig planbar, ihr Studium, ihre Ausbildung ist meist abgeschlossen und sehr große zeitliche Veränderungen finden seltener statt. Seit euch bewusst, dass es bis zu 1 ½ Jahre geht, bis Hund und Mensch die gleiche Sprache sprechen und das Zusammenleben wirklich zum Alltag wird. Regeln werden zu Ritualen, wir denken über die neuen Strukturen nicht mehr nach. Im Folgenden stelle ich dir ein paar Fragen, als Anhaltspunkt der Selbstreflexion, zur Verfügung. Im Austausch mit deiner Familie ergeben sich bestimmt noch mehr Fragen.


1. Schreibe dir einmal auf, was ein Hund für DICH bedeutet. Weshalb möchtest du diesen?

2. Wie viel Zeit in der Woche möchtest du und kannst du sinnvoll mit deinem Hund verbringen?

a. Wie oft hast du nachmittags Unterricht?

3. Was für Hobbys hast du? Sind sie mit deinem Hund vereinbar?

4. Was machst du im Winter an kurzen Tagen?

5. Magst du es, dich bei jedem Wind und Wetter in der Natur zu bewegen (ausgeschlossen seien Stürme und Hitze).

6. Möchtest du mit deinem Hund in einen Hundesportverein? Wie kommst du dahin?

7. Wie verbringt deine Familie ihre Urlaube? Wohin reist ihr? Hättet ihr eine zuverlässige Urlaubsbetreuung?

8. Was können und möchten deine Eltern in Bezug auf euren Hund leisten (zeitliche Aufwand)?

9. Aus wie vielen Mitgliedern besteht deine Familie? Wie alt sind mögliche Geschwister?

10. Hat einer in der Familie Allergien und reagiert schon auf befreundete Hunde?

11. Ist die ganze Familie bereit sich an einen Tisch zu setzen, Signale und Regeln zu erarbeiten, diese wie Vokabelkärtchen zu lernen? Alle sollen an einem Strang ziehen, sonst wird der Hund zum Zahnrad, das zerquetscht wird.

12. Wer ist in den ersten 1 ½ Jahren die hauptverantwortliche Erziehungsperson, die Leitfigur?

13. Wer hat Interesse daran mit dem Hund intensiv zu arbeiten?

14. Wo soll der Hund schlafen? In welchem Zimmer?

15. Wie soll der Hund deinen Alltag begleiten?

16. Was für ein Typ bist du: ruhig, impulsiv, selbstbewusst, aktiv, laut, leise, sportlich, strukturiert…

17. Seid ihr eine aktive Familie, die viel wandert, Mountainbike fährt, reitet oder seid ihr eher eine ruhige Familie, die gerne liest, Fern sieht oder am Computer sitzt?

18. Magst du einen selbständigen Hund, der wenig direkte Ansprache benötigt? Das hat allerdings den Nachteil, dass du kaum eine Möglichkeit haben wirst, ihm Kunststücke o.ä. beizubringen.

19. Magst du einen sehr sportlichen Hund, mit dem du deine freie Zeit beim Joggen oder Mountainbiken verbringst?

20. Magst du einen Hund, der mit dir zusammen spielen und etwas beigebracht bekommen möchte? Dann benötigt der Hund in gesundem Maße geistige Auslastung.

21. Magst du einen Beschützer von Haus und Hof? Was ist dann allerdings mit dem Besuch deiner Freunde?