6. Erziehung - Grundlage

Im Grunde sollte ein Familienhund eine ähnliche Erziehung genießen, wie ein Assistenzhund oder Therapiebegleithund. Der einzige Unterschied zu einem Assistenzhund ist: Ein psychisch und physisch gesunder Erwachsener oder Jugendlicher ist immer Hauptansprechpartner für den Hund. Der Epileptiker-Warnhund hingegen, lernt in Situationen, in der seine Bezugsperson einen epileptischen Anfall hat, was er zu tun hat. Dieses eine Schema gibt ihm Sicherheit und einen Rahmen ohne Leitung zu „funktionieren“. Der Hund soll im Umgang mit Kindern nicht auf sich alleine gestellt sein. Sollte er es doch einmal sein, helfen ihm erlernte Strategien, sich Kindern entziehen zu können, wie dem Hundenest. Die Kinder lernen diese Tabu-Zonen zu respektieren und sich fern zu halten.

Der Familienhund hat einen harten Job. Er muss Streit, Geschrei, Unstimmigkeiten, Disharmonie und Stress innerhalb der Familie aushalten. In meinen Augen hat der Familienhund den schwersten Job, den ein Hund haben kann. Aus diesem Grund übernimmt die Leitfigur, ein Erwachsener oder Jugendlicher, die Haupterziehung. Kinder übernehmen so viele Aufgaben, wie sie altersensprechend können. Ein Familienhund sollte immer einen Ausgleich zum Familienalltag haben um Stresshormone abbauen zu können. Je nach Hundetyp können es lange Spaziergänge sein, am Fahrrad mitlaufen, Rettungshundearbeit, Obedience, spezielle Hundekurse und vieles mehr.


Auf was sollte ich bei der Erziehung meines Familienhundes achten?

Das Ziel sollte ein Hund als vollwertiges Familienmitglied sein, der beste und zuverlässigste Freund unserer Kinder. Damit auch unsere Kinder mit ihrem Hund gut zusammenarbeiten können, sollten alle Signale positiv und kleinschrittig aufgebaut werden. Positiv aufgebaute Signale dienen als Sicherheitsanker, wirken selbstbelohnend und beruhigend. Wird der Hund durch die Kinder betränkt, soll er lernen sich auf sein Hundenest zurückzuziehen. Ist der Hund gestresst und das Kind verlangt das kleinschrittig und positiv aufgebaute „Sitz“, „Bei“ o.ä., dann wirkt das selbstbelohnend und beruhigend auf den Hund.